Ausbildungswege zum Virtuellen Assistenten (VA)

Einer der Berufe, der gerade stark im Trend liegt, ist der Job des virtuellen Assistenten. Gleichzeitig ist es einer der flexibelsten Berufe, die du dir vorstellen kannst. Dein Arbeitsort, dein Gehalt und deine Aufgaben liegen einzig und allein in deiner Hand. Damit einher geht auch, dass es sich in fast allen Fällen um eine selbstständige Arbeit handelt, die auch dementsprechend angemeldet werden muss. Wie der Name des Berufes schon andeutet, findest du deine Kunden virtuell, also im Internet. Sowohl über deine eigene Homepage als auch über Vermittlungsplattformen kannst du Arbeit finden und direkt loslegen. In die virtuelle Assistenz kannst du sowohl als Nebenjob einsteigen, um diesen Beruf einfach einmal auszuprobieren, als auch deinen Lebensunterhalt damit verdienen.

Das Internet bietet unendlich viele Möglichkeiten und Chancen. Es liegt daher nahe, dass du dein Geld auch dort verdienen kannst. Immer mehr Menschen versuchen, diesen Weg zu gehen. Für die Auftraggeber ergeben sich viele Vorteile, wie z. B. ein großes Angebot an Partnern und eine hohe Flexibilität. Daher wird sich dieses Arbeitsmodell in der Zukunft noch stärker durchsetzen. Je früher du selbst in diesen Sektor einsteigst, desto mehr Erfahrung kannst du sammeln und dich etablieren.

 

Work-Life Balance

Inwiefern Beruf und Privatleben in der virtuellen Assistenz miteinander vereinbar sind, entscheidest du selbst. Da du dir deine Arbeitszeit und deinen Arbeitsort frei aussuchen kannst, gibt es keinen Grund, sich zu überarbeiten. Natürlich musst du genügend Geld verdienen, um deinen Lebensunterhalt zu bestreiten, aber mit einem treuen Kundenstamm sollte das kein Problem darstellen.

Der Vorteil der Selbstständigkeit liegt darin, dass du nicht jeden Auftrag annehmen musst. Wenn dir eine Aufgabe liegt und die Vergütung angemessen ist, kannst du sie natürlich bearbeiten. An einen festen Arbeitsort bist du dabei nicht gebunden. Du kannst von zu Hause arbeiten, dir ein Büro mieten oder auch um die Welt reisen und deine Arbeit auf Hawaii oder den Malediven erledigen.

Wichtig ist, dass du dir nicht zu viel zumutest und auf dich und deine Gesundheit achtest. Die Selbstständigkeit kann schnell dazu verleiten sich zu übernehmen.

 

Gehalt als virtueller Assistent

Mit den flexiblen Arbeitszeiten und Aufträgen geht auch ein ebenso flexibles Gehalt einher. Es ist abhängig davon, wie lange du arbeitest und wie viel dein Auftraggeber dir für deine Arbeit zahlt. Mit einem anfänglichen Stundenlohn von 15 Euro kommst du auf ungefähr 2.500 Euro im Monat. Je mehr du zu bieten hast und je seltener deine Fähigkeiten sind, desto mehr kannst du für deine Arbeitsleistung verlangen und dein Einkommen schnell steigern.

In der Selbstständigkeit solltest du aber auch beachten, dass von deinem Einkommen einiges abgezogen wird. Da du keinen Arbeitgeber hast, bist du für Steuern und Sozialabgaben selber verantwortlich. Ungefähr 25 % können für den Anfang als Einkommenssteuer angenommen werden. Zudem musst du deine Krankenversicherung und deine Altersvorsorge selber bestreiten. Verglichen mit einem Angestelltenverhältnis sollte dein Einkommen als Selbstständiger ungefähr 1,5-mal höher als das vergleichbare Bruttogehalt sein, um das gleiche Ergebnis an Nettogehalt zu erreichen. Im Übrigen wird während deines Urlaubs kein Gehalt bezahlt. Wenn du nicht arbeitest, verdienst du auch kein Geld.

Solltest du Vermittlungsportale für deine Arbeit nutzen, werden diese eine Provision verlangen. Mach dich am besten im Voraus schlau, ob du oder dein Auftraggeber diese zu zahlen hat. Büromaterial und deine Ausstattung für den Job sollten auch durch deine Einkünfte abgedeckt sein.

Grundsätzlich gilt: Je besser dein Verhandlungsgeschick und je spezieller dein Wissen, desto mehr Geld verdienst du!

 

Deine Aufgaben als virtueller Assistent

Grundsätzlich kannst du als virtueller Assistent alles anbieten, was du gut kannst und von dem du glaubst, jemand anderes ist bereit dafür Geld zu bezahlen. Dabei sollte es sich natürlich um Dinge handeln, die von zu Hause, bzw. online erledigt werden können. Die Themengebiete sind dabei vielfältig und können für einen oder mehrere Auftraggeber bearbeitet werden.

Du kannst dich beispielsweise der Kundenakquise widmen und per Mail oder Telefon versuchen, Kunden für deinen Auftraggeber zu werben. Wenn du dich mit PowerPoint auskennst, kannst du zu vorgegebenen Themen Präsentationen erstellen und die Inhalte visualisieren. Werbetexte oder Fachartikel können ebenfalls von dir verfasst werden.

Etwas spezielleres Wissen musst du besitzen, wenn du administrative Hilfe bei der Verwaltung von Homepages anbietest. Einige Programmierkenntnisse solltest du bestenfalls schon besitzen. Im Rahmen der Verwaltung einer Homepage gehören die Korrektur von Texten, das Verfassen von Newslettern und das Bearbeiten von eingehenden Mails zu deinen Aufgaben. Auch Telefonservice kannst du in diesem Rahmen anbieten.

Rund um Social Media Plattformen kannst du dich ebenfalls etablieren und deine Dienste anbieten. Die Betreuung einer Facebook-Seite oder eines Instagram-Profils erfordert viel Arbeit, wenn man es richtig machen möchte. Dazu ist nicht jeder bereit und gibt diese Aufgabe lieber ab. Das Erstellen von Posts, Bearbeiten von Bildern und Beantworten von Kommentaren kannst du übernehmen.

Auch rechtliche Beratung, Buchhaltung und Übersetzungen sind gern gesehene Themenfelder für virtuelle Assistenten. In diesen Bereichen benötigst du aber ein erhebliches Vorwissen.

Deine erste Aufgabe, bevor du überhaupt mit der Arbeit beginnen kannst, ist die Suche nach Kunden. Entweder nutzt du eine Vermittlungsplattform oder deine eigene Homepage. Soziale Netzwerke können dir zusätzlich zur Kundenfindung dienen.

 

Als virtueller Assistent kannst du unter anderem verantwortlich sein für:

  • die Betreuung eine Homepage
  • das Verfassen von Werbetexten
  • die Administration eine Facebook-Seite

 

Qualifikationen für die virtuelle Assistenz

Als virtueller Assistent brauchst du keine spezielle Ausbildung. Du musst nur etwas anbieten, was deinen Kunden hilft. Eine Ausbildung, ein Studium und Berufserfahrung sind trotzdem sehr von Vorteil, um erste Aufträge im Internet zu finden. Ein sicherer Umgang mit allen gängigen Microsoft Office-Programmen ist eine zwingende Voraussetzung. Softwarekenntnisse darüber hinaus sind ebenfalls hilfreich.

Wenn du eine eigene Homepage oder Social Media Seite führen möchtest, solltest du dir das notwendige Wissen vorher aneignen. Andernfalls kannst du auch Fachleute dafür bezahlen, diese Aufgabe zu übernehmen.

 

Die virtuelle Assistenz kann das richtige für dich sein, wenn:

  • du flexibel bist und auf deine berufliche Freiheit Wert legst
  • du dich schnell in neue Sachverhalte einarbeitest
  • du dich gut im Internet auskennst