Umschulen zum Web Developer / Webentwickler

Die Arbeit als Web Developer bzw. Webentwickler gilt als besonders zukunftssicher. Eine Umschulung bietet dir die Möglichkeit, in der Branche Fuß zu fassen und dich beruflich zu verändern. Welche Voraussetzungen dafür gegeben sein müssen und wie die Umschulung zum Web Developer genau aussieht, klären wir hier in diesem Artikel.

 

Was macht man als Web Developer / Webentwickler?

Falls du die Ausbildung zum Web Developer für dich in Betracht ziehst, lohnt sich zunächst ein Blick auf die gängigen Aufgaben. Im Mittelpunkt der Arbeit steht das Erstellen neuer Webseiten in einem ansprechenden und modernen Design. Inzwischen geht die Anzahl der Webseiten in die Milliarden. Ein Ende der Nachfrage ist natürlich nicht in Sicht, weshalb die Arbeit als Web Developer besonders zukunftssicher ist.

Als Web Developer orientierst du dich bei der Arbeit an den Vorstellungen des Arbeitgebers oder deiner Kunden. Ihre Wünsche an die Gestaltung übernimmst du in die Planung und entwickelst auf dieser Basis das passende Corporate Design. Wichtig sind nicht nur gute Kenntnisse und Fähigkeiten im Bereich von Design und Gestaltung. Auf der anderen Seite geht es um die technische Umsetzung der Webseite.

Im Mittelpunkt steht nicht nur das Erstellen ganz neuer Seiten. Auch der bisherige Bestand will in regelmäßigen Abständen überarbeitet werden. Denn digitale Sehgewohnheiten ändern sich mit einer sehr großen Geschwindigkeiten. Nach der Umschulung zum Web Developer kann deshalb auch die Neugestaltung bestehender Seiten zu deinen täglichen Aufgaben zählen, die es zu erledigen gilt.

 

Welche Zukunftsaussichten habe ich als Web Developer / Webentwickler?

Generell ist die IT-Branche seit Jahren auf der Suche nach Fachkräften. Mit der erfolgreichen Weiterbildung zum Web Developer eröffnen sich dir deshalb äußerst gute Jobaussichten. Zudem ist der Prozess der Digitalisierung längst nicht abgeschlossen und es ist unschwer zu erkennen, dass das Internet noch weitere Bereiche unseres täglichen Lebens umfassen wird. Das bietet dir die Möglichkeit, dich in einer Branche einzubringen, die über viel Jahre sehr gefragt sein wird.

Zusätzlich bietet der Beruf des Webentwicklers die Möglichkeit, sich in viele verschiedene Bereiche weiterzuentwickeln. Entsprechende Kurse und Seminare werden beispielsweise von der IHK angeboten. Die Branchen, in denen du arbeiten kannst, sind im Anschluss sehr vielseitig. Dazu zählen die Bereiche:

  • Verlage
  • Spieleentwicklung
  • Grafikbüros
  • Unterhaltungsindustrie
  • Robotik
  • Industrielle Produktion
  • Fernsehanstalten
  • Internetagenturen

 

Werde ich als Web Developer / Webentwickler reich?

Mit der Umschulung zum Web Developer eröffnen sich dir neue finanzielle Möglichkeiten. Schon das Einstiegsgehalt, das mit regionalen Schwankungen zwischen 2.100 und 2.500 Euro brutto pro Monat liegt, kann sich sehen lassen. Mit wachsender Berufserfahrung vergrößern sich die wirtschaftlichen Möglichkeiten.

Mit mindestens drei Jahren Berufserfahrung verdienen Webentwickler im bundesweiten Durchschnitt knapp 3.500 Euro brutto pro Monat. Wer schon neun Jahre und länger in der Branche aktiv ist, kann sich auf ein durchschnittliches Gehalt von knapp 4.400 Euro pro Monat einstellen. Dieses finanzielle Potenzial ist für viele ein Grund, die Umschulung zum Webentwickler näher in den Blick zu nehmen.

 

Welche Zulassungsvoraussetzungen gibt es?

In Deutschland gibt es bis heute keinen offiziellen Berufsabschluss als Webentwickler. Aus diesem Grund fallen die Voraussetzungen für die Zulassung zur Umschulung gering aus. Ein Hauptschulabschluss genügt, um sich auf einen der freien Plätze zu bewerben.

Wichtiger scheint deshalb der Blick auf die persönlichen Voraussetzungen, Webentwickler zu werden. Du solltest idealerweise ein technisches Interesse und ein Verständnis für die IT mitbringen, um in diesem Beruf gut aufgehoben zu sein. Kreativität für die Gestaltung, Empathie für die Arbeit im Team und eine hohe Arbeitsgenauigkeit sind weitere hilfreiche Fertigkeiten, die dir später als Webentwickler gut zu Gesicht stehen.

 

Welche Inhalte erwarten mich bei der Umschulung?

Der Aufbau der vorhandenen Lehrgänge zum Webentwickler unterscheidet sich in einigen Punkten. Es gibt keine feste Reihenfolge, in der die Inhalte abgearbeitet werden. Ein wesentlicher Baustein der Weiterbildung ist das Webdesign. Hier geht es darum, gestalterische Lösungen für Webseiten zu finden, die den Ansprüchen eines Unternehmens genügen.

Der technischen Seite des Berufs sind die Inhalte im Bereich der Webentwicklung gewidmet. Du lernst den Umgang mit den wichtigen Datenbanken und Basics rund um Web-Apps. Als Webentwickler kommst du zudem nicht ohne eine Reihe von grundlegenden Programmiersprachen aus, die für die Gestaltung einer Webseite von zentraler Bedeutung sind. Bestandteil der Umschulung sind vor allem die folgenden Beispiele:

  • HTML
  • CSS
  • Java
  • Javascript
  • PHP

 

Jobcenter, Arbeitsagentur, Rentenversicherung: Welche Möglichkeiten der Finanzierung gibt es?

Besonders dann, wenn die Umschulung zum Webentwickler außerbetrieblich stattfindet, stellt sich die Frage nach der Finanzierung. Die Kosten in Höhe von etwa 3.000 Euro können mithilfe von verschiedenen Fördermitteln abgefangen werden.

Besonders gute Chancen auf eine Förderung hast du, wenn du aktuell Anspruch auf ALG1-Leistungen hat. Bei deinem Jobcenter kannst du im Rahmen des verpflichtenden Beratungsgesprächs deine Pläne zur Fortbildung schildern und einen Bildungsgutschein erhalten. Mit diesem werden die Kosten der Umschulung übernommen, sofern abzusehen ist, dass damit der erneute Eintritt in den Arbeitsmarkt für dich möglich wird. Eine überzeugende Schilderung deines Falls ist diesem Plan sehr zuträglich.

Die Rentenversicherung hilft bei gesundheitlichen Gründen
Falls du die Umschulung zum Webentwickler deshalb in Betracht ziehst, weil du aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr in deinem bisherigen Beruf arbeiten kannst, besteht ebenfalls die Chance zur Förderung. Die gesetzliche Rentenversicherung ist dann die richtige Anlaufstelle und kann dich im Rahmen der Umschulung finanziell unterstützen. Entscheidend ist, dass du bis dato schon mindestens 15 Jahre lang kontinuierlich deine Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung bezahlt hast. Trifft das auf dich zu, kannst du dort die Förderung deiner Umschulung beantragen.

 

Kann ich die Umschulung auch berufsbegleitend in Teilzeit oder per Abendschule machen?

Während für manche die Weiterbildung zum Webentwickler eine Tätigkeit sein soll, für die im Alltag der zentrale Platz freigeräumt werden kann, ist das nicht immer der Fall. Falls du mehr Zeit für dein Privatleben benötigst oder nebenher einer weiteren Tätigkeit nachgehst, ist es durchaus möglich, die Umschulung berufsbegleitend in Teilzeit durchzuführen.

Interessant sind für den Fall die verschiedenen Fernschulen, die den Lehrgang anbieten. Dort hast du die Möglichkeit, die Inhalte asynchron zu bearbeiten, wann immer du Zeit dafür hast. Dafür gibst du zu Beginn der Ausbildung an, wie viel Zeit du investieren kannst. Dementsprechend wird sich deine Umschulung folglich verlängern.

 

Wie viel kostet die Umschulung?

Wie hoch die Kosten für die Ausbildung zum Webentwickler sind, ist vor allem eine Frage des Trägers. Je nach Angebot bewegen sie sich in einem Bereich zwischen 3.000 und 5.000 Euro. Bei Präsenzkursen kann es außerdem notwendig sein, in die nächstgelegene Stadt zu pendeln, wo die Ausbildung angeboten wird oder gar einen Umzug zu planen. In diesen Fällen können die Gesamtkosten weiter in die Höhe klettern.

 

Was muss ich bei der Bewerbung für die Umschulung beachten?

Schon bei der Bewerbung für die Umschulung zum Web Developer solltest du unter Beweis stellen, warum du gut für diesen Beruf geeignet bist. Wichtig ist, die Standards der digitalen Bewerbungsmappe einzuhalten, die sich in den letzten Jahren durchgesetzt hat. Als angehender Webentwickler solltest du unterstreichen können, dass du dazu in der Lage bist, diese in einer geeigneten Ausführung zu erstellen.

Zudem dürfen die relevanten Unterlagen nicht in deiner Bewerbung fehlen. Dazu zählen:

  • Ein gelungenes Anschreiben
  • Relevante Zeugnisse und Unterlagen
  • Aktueller Lebenslauf

 

Es lohnt sich in jedem Fall, etwas mehr Zeit in deine Bewerbung zu investieren. Hast du die digitale Mappe erst einmal erstellt, kannst du sie zu späteren Anlässen erneut verwenden.

 

Wer bietet diese Umschulung an?

Falls dein Interesse an der Umschulung zum Web Developer geweckt ist, stehen dir jetzt unterschiedliche Wege offen, um deinen Plan in die Tat umzusetzen. Im Fernkurs kannst du die Weiterbildung zum Beispiel an der ils Fernschule absolvieren. Zusätzlich bietet die Fernakademie den Lehrgang an, mit dem du das entsprechende Zertifikat von der IHK erhalten kannst.

Zusätzlich besteht die Möglichkeit, dich bei der SGD einzuschreiben und dort die Weiterbildung zu beginnen. Gleiches gilt für Laudius, wo die Umschulung zum Web Developer im Angebot enthalten ist. Am besten entscheidest du dich für dasjenige Angebot, welches dir am meisten zusagt.

 

Umschulung per Fernstudium – wie geht das?

Vielleicht möchtest du noch tiefer in die theoretischen Inhalte der Ausbildung eintauchen und nach deinem Abschluss ein Fernstudium aufnehmen. Oder du verfügst bereits über die Zulassung zur Hochschule und willst dich direkt darauf konzentrieren. Letztlich stehen dir unterschiedliche Fächer zur Auswahl, die dir den Weg in die Branche ebnen können.

Studiengänge wie Informatik, Medieninformatik, Softwareentwicklung, Software Engineering und viele weitere verfügen in diesen Tagen über nicht genügend Zulauf. Dies hat für dich den Vorteil, dass du dir keine Gedanken darüber machen musst, ob du dem Numerus Clausus entsprichst.

 

Web Developer als Quereinsteiger – Tipps

Da die Tätigkeit als Web Developer keine geschützte Berufsbezeichnung ist, hast du auch als Quereinsteiger die Möglichkeit, attraktive Jobs zu ergattern. Potenzielle Arbeitgeber möchten sich im Vorfeld davon überzeugen, dass du über die nötigen Kenntnisse in den gängigen Programmiersprachen verfügst. Unter dieser Voraussetzung steht dem Einstieg in die Branche nichts mehr im Wege.

Besonders in den ersten Jahren wird dein Gehalt allerdings niedriger sein als das der Kollegen, die über einen Berufs- oder einen Studienabschluss in diesem Bereich verfügen.